{"id":19,"date":"2019-03-26T09:39:28","date_gmt":"2019-03-26T09:39:28","guid":{"rendered":"http:\/\/ak-frieden.de\/?page_id=19"},"modified":"2019-03-27T14:42:04","modified_gmt":"2019-03-27T14:42:04","slug":"wir-ueber-uns","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/ak-frieden.de\/?page_id=19","title":{"rendered":"Wir \u00fcber uns"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Arbeitskreis Frieden und Abr\u00fcstung <\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Bekannter ist der Verein in Offenbach unter dem Namen \u201eFriedenskreis\u201c, wohl vor allem der Einfachheit halber, vielleicht aber auch, weil durch den Wegfall der \u201eAbr\u00fcstung\u201c die politische Konfrontation, wie sie in den Anfangsjahren des Bestehens an der Tagesordnung war, entsch\u00e4rft wurde.  Gegr\u00fcndet im Jahr 1982, als e.V. seit November 1983 eingetragen, hat sich der Friedensarbeitskreis zu einer festen Gr\u00f6\u00dfe im Dorfleben etabliert.  Die Anf\u00e4nge  Der Beginn der 80er Jahre war gekennzeichnet durch eine neuerliche Eskalation des Ost-West-Konflikts, der in einem unvergleichlichen Wettr\u00fcsten m\u00fcndete und mit der Stationierung von atomaren Mittelstreckenwaffen seinen H\u00f6hepunkt finden sollte. \u00dcberall in Europa erwachte die Friedensbewegung, um sich gegen diesen Wahnsinn Geh\u00f6r zu verschaffen und zu versuchen, die drohende Katastrophe, n\u00e4mlich einen Atomkrieg (sei es aus politisch-milit\u00e4rischem Kalk\u00fcl oder auch nur aus technischem oder menschlichem Versagen) abzuwenden.  <br>Vor diesem Hintergrund fanden sich in Offenbach Gleichgesinnte, scharten sich um das Pfarrerehepaar van Benthum-Eberle, gestalteten gemeinsam Gottesdienste und Mahnwachen, um so in einem damals eher konservativ ausgerichteten Dorf die Stimme gegen den R\u00fcstungswettlauf und f\u00fcr Frieden und Abr\u00fcstung zu erheben.  Diese Aktionen trafen daher nicht \u00fcberall auf Zustimmung, wurden von wenigen sogar angefeindet, fanden jedoch nicht nur heimliche Resonanz, stammten die Mitglieder des Arbeitskreises doch aus der Mitte des Dorfes, waren in Vereinen und Parteien aktiv und konnten so nicht als Chaoten abgestempelt werden. Zudem z\u00f6gerte der AK nicht sich auch offen im Dorf zu zeigen: Die Teilnahme an den Fu\u00dfballdorfmeisterschaften ist Tradition und besonders auch dort gewann der Arbeitskreis Respekt und Anerkennung. Aber auch sonst brachte sich der Friedenskreis auch schon damals ins Dorfleben ein: Zur 1200-Jahrfeier der Gemeinde entwarf man den  Aufkleber \u201eOffenbach atomwaffenfrei\u201c, der f\u00fcr gro\u00dfes Aufsehen in der Gemeinde sorgte und einen lokalpolitischen \u201eSturm im Wasserglas\u201c entfachte.  Die Zahl der Friedenskreisler  wuchs in den 80iger Jahren stetig an und nahm auch nach 1989 nach dem erhofften Ende der Ost-West-Konfrontation weiter kontinuierlich zu. Es ist festzuhalten, dass der Arbeitskreis Frieden und Abr\u00fcstung Offenbach in Deutschland seinesgleichen sucht \u2013 Friedensinitiativen gab es viele; diese waren jedoch meist \u00fcberregional organisiert, und es gibt wohl kein Beispiel, dass eine solche Initiative als Dorfverein derart im Leben einer Gemeinde sich verwurzeln konnte und mit langem Atem sein Ziele weiter verfolgt hat, bis zum heutigen Tag.  Immer wieder wurde durch Aktionen, Flugbl\u00e4tter, Mahnwachen und viele pers\u00f6nliche Gespr\u00e4che auf Gefahren durch R\u00fcstung, auf soziale N\u00f6te und Konfliktsituationen aufmerksam gemacht; der Einsatz f\u00fcr Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Sch\u00f6pfung kann als beispielhaft gelten, auch in dem Sinne, dass der Blickwinkel nicht nur auf das Wettr\u00fcsten eingeengt war, sondern sich in einer erweiterten Perspektive aus dem christlichen Glauben heraus vollzog, n\u00e4mlich durch den biblischen Auftrag, die Sch\u00f6pfung zu bewahren und sich f\u00fcr den Frieden und die soziale Gerechtigkeit einzusetzen.  Und heute?  Noch immer besteht der Arbeitskreis und setzt sich erfolgreich f\u00fcr die Ziele von damals ein. Der Schwerpunkt liegt  freilich nicht mehr auf dem Einsatz gegen das Wettr\u00fcsten, sondern auf dem Einsatz f\u00fcr eine gerechtere Welt. In den 90er Jahren unterst\u00fctzte man Initiativen gegen den aufkommenden Rassismus in unserer Gesellschaft, und schon seit 20 Jahren veranstaltet der Arbeitskreis j\u00e4hrlich ein Benefizkonzert, dessen Erl\u00f6se in vollem Umfang Projekten zugute kommen, die den Vereinszielen entsprechen. So waren gerade die j\u00fcngsten Konzerte mit der Pink Floyd-Coverband \u201eEchoes\u201c grandiose Erfolge, und es konnten jeweils h\u00f6here vierstellige Betr\u00e4ge an eine Schule auf Madagaskar gespendet werden. Erstaunlich und beeindruckend ist die Gesamtsumme der \u00fcber die Jahre weitergegebenen Spenden: sie betr\u00e4gt immerhin \u00fcber 45 000 \u20ac. Die nach wie vor steigende Mitgliederzahl (derzeit 52), das engagierte Eintreten f\u00fcr Gerechtigkeit und Frieden und ein Sinn f\u00fcr das Realistische haben den Verein bis heute bestehen lassen und ihn zu einem nicht wegzudenkenden Teil Offenbachs gemacht. Schlie\u00dflich sind Frieden und Gerechtigkeit Ziele, f\u00fcr die einzutreten es jeden Tag mehr Gr\u00fcnde gibt, in einer globalisierten Welt, in der sich alles dem Primat der \u00d6konomie unterordnen muss und f\u00fcr viele Menschen der G\u00fcrtel immer enger geschnallt wird,  ganz zu schweigen von den noch immer 800 Millionen Menschen, die Hunger und Elend leiden. Auch gilt es f\u00fcr die Zukunft zu beobachten, ob die rabiate US \u2013Politik der Bush-Zeit fortgesetzt und zu neuen Konfrontationen f\u00fchren wird, in die unser Land hinein gezogen werden kann. <br>Ralf Gauweiler, Schriftf\u00fchrer  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Arbeitskreis Frieden und Abr\u00fcstung Bekannter ist der Verein in Offenbach unter dem Namen \u201eFriedenskreis\u201c, wohl vor allem der Einfachheit halber, vielleicht aber auch, weil durch den Wegfall der \u201eAbr\u00fcstung\u201c die politische Konfrontation, wie sie in den Anfangsjahren des Bestehens an der Tagesordnung war, entsch\u00e4rft wurde. 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